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Der Funkwetterbericht vom 28. August 2018, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick: 21. bis 27. August 2018

Am 26. August und stundenweise an den Folgetagen präsentierte sich die Ionosphäre in einem so schlechten Zustand, den wir normalerweise nur während eines Mögel-Dellinger Effektes erleben. Die Ursache für den geomagnetischen Sturm der Stärke G3 war ein koronaler Masseauswurf. Ein Plasmafilament löste sich am 20. August aus der Sonnenkorona und flog ins All. Da das aktive Gebiet auf der Sonne klein war und auch die Richtung, in die die Plasmawolke flog, nicht als erdrelevant beurteilt wurde, kam sie schließlich unerwartet nach 6 Tagen in der Nacht vom 25. zum 26. August bei uns an. Der geomagnetische Index k stieg auf k=5, später auf k=7. Die Störung dauerte bis zum Abend  /1/. Mittags am 26. und 27. August zeigten die Ionogramme keine F2-Grenzfrequenzen. Die Dämpfung war zu groß /2,3/. Am späten Nachmittag des 27. August stürmte es für sechs Stunden erneut mit K=5 bis 6. Danach beruhigte sich das Erdmagnetfeld  langsam.

Im Berichtszeitraum lagen die Fluxwerte zwischen 68 und 72 Fluxeinheiten. Ein bis zwei Sonnenflecken waren sichtbar aber inaktiv. Das geomagnetische Feld schwankte bis zum 25. August zwischen ruhig und aktiv. Bis zur Störung danach herrschten auf den Bändern zwischen 80 und 20 Meter brauchbare DX-Bedingungen. Über den Äquator verlaufende Funkwege waren  bis 21 MHz nutzbar. Nördlichere Funkwege waren gedämpft. Stationen von der US-Westküste waren an manchen Tagen lauter als von der Ostküste.

 

Vorhersage bis 4. September 2018

Die Region 2720 dreht in Kürze über den westlichen Sonnenrand. Danach bleibt die Sonne vorerst blank. Es sind auch keine koronalen Löcher in Sicht. Wir erwarten fallende Fluxwerte bis 67 Fluxeinheiten und ein nur gering gestörtes geomagnetisches Feld. Die Bänder oberhalb 20 Meter öffnen hin und wieder innerhalb Europas, falls die sporadische E-Schicht dies ermöglicht. Die Bänder zwischen 160 und 30 Meter zeigen zunehmend gute DX-Öffnungen, da wir langsam auf den Herbstanfang und damit zu gleichen Beleuchtungsverhältnissen beider Hemisphären zusteuern. 20 Meter bleibt tagsüber das brauchbarste DX-Band.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX,

jeweils in UTC

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:48;

Melbourne/Ostaustralien 20:48; Perth/Westaustralien 22:39;

Singapur/Republik Singapur 23:01; Tokio/Japan 20:09;

Honolulu/Hawaii 16:13; Anchorage/Alaska 14:38;

Johannesburg/ Südafrika   04:25; San Francisco/Kalifornien

13:36; Stanley/Falklandinseln 10:43; Berlin/Deutschland: 04:09.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:34; San

Francisco/Kalifornien: 02:45; Sao Paulo/Brasilien 20:54;

Stanley/Falklandinseln 21:14; Honolulu/Hawaii 04:50;

Anchorage/Alaska 05:16; Johannesburg/Südafrika 15:53;

Auckland/Neuseeland 05:56; Berlin/Deutschland 18:04.

 

/1/: www.solen.info/solar

/2/: www.iap-kborn.de

/3/: http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

 

 

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