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Der Funkwetterbericht vom  29. Oktober 2019, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 21. bis 28. Oktober 2019

Im aktuellen ARRL-Funkwetterbericht von K7RA war zu lesen, dass der am 21. Oktober 2019 gemessene solare Flux von 64 Fluxeinheiten der niedrigste Wert war, der in den Aufzeichnungen gefunden wurde [1]. Im Jahre 1906 betrug der bisher niedrigste Fluxwert 64,2., am 2. Juli 1954 64,4 Fluxeinheiten. Im Berichtszeitraum stieg der solare Flux trotz fehlender Sonnenflecken auf 69 Fluxeinheiten. Die Ursache dafür könnte eine langsam fliegende Plasmawolke eines koronalen Masseauswurfs vom 25. Oktober gewesen sein. Die Qualität der Kurzwellenausbreitung bestimmten die starken geomagnetischen Störungen vom koronalen Loch CH 941, die uns zwischen dem 24. und 28. Oktober heimsuchten. Auch während des WWDX Contests schwankte der geomagnetische k-Index zwischen zwei und fünf. Der Sonnenwind wehte sehr stark mit bis zu 693 Kilometern pro Sekunde. Trotz der niedrigen solaren Rekordwerte existierte die Kurzwellenausbreitung auf überraschend gutem Niveau. DJ5MW schrieb zutreffend: „Der CQWW macht seine eigenen Ausbreitungsbedingungen.“ Die nördlichen Funkwege waren auf den unteren Kurzwellenbändern mehr oder weniger stark gestört und öffneten erst richtig während der Dämmerungszeiten. Die parallel zum Äquator verlaufenden Funkwege in Richtung Karibik waren ungestört. Unerwartet öffneten auch alle oberen Kurzwellenbänder. Glück hatten natürlich die Südwesteuropäer, deren Funkwege in Richtung USA die Aurorazone kaum tangierten. Wolf, OE2VEL hatte als CR2L (Azoren) auf 15 Meter fast 500 QSOs mehr im Log als auf 20 Meter. Etliche Stationen erreichten mehr als 100 DXCC-Gebiete auf 15 Meter. Und das im Sonnenfleckenminimum!

 

Vorhersage bis 5. November 2019

Die Sonnenaktivität bleibt unverändert sehr niedrig. Die Fluxwerte erreichen maximal 70 Fluxeinheiten. Das koronale Loch CH 942 ist noch bis zum 31. Oktober geoeffektiv, so dass wir weiterhin ein zwischen ruhig und aktiv wechselndes Erdmagnetfeld haben werden. Die unteren Kurzwellenbänder sind an den meisten Tage DX-tauglich, vor allem in den Dämmerungszeiten. Alle oberen Kurzwellenbänder sind beobachtungswürdig und öffnen hin und wieder spontan.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:19;

Melbourne/Ostaustralien 19:17; Perth/Westaustralien 21:22;

Singapur/Republik Singapur 22:46; Tokio/Japan 20:59

Honolulu/Hawaii 16:32; Anchorage/Alaska 17:16;

Johannesburg/ Südafrika 03:21; San Francisco/Kalifornien

14:32; Stanley/Falklandinseln 08:24; Berlin/Deutschland; 05:56;

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:56; San

Francisco/Kalifornien: 01:15; Sao Paulo/Brasilien 21:18;

Stanley/Falklandinseln 22:58; Honolulu/Hawaii 03:56;

Anchorage/Alaska 02:03; Johannesburg/Südafrika 16:22;

Auckland/Neuseeland 06:50; Berlin/Deutschland 15:43.

 

[1]: http://www.arrl.org/news/the-k7ra-solar-update-600

 

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