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Der Funkwetterbericht vom 10. Dezember 2019, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  3. bis 9. Dezember 2019

Die Messwerte der Sonnendaten und des Erdmagnetfeldes bestärken uns zwar in der Annahme, dass das Sonnenfleckenminimum jetzt oder in Kürze erfolgt. Aber es gab einige unerwartete Öffnungen auch der oberen Kurzwellenbänder. Am 5. und 6.Dezember schaffte es ein magnetisches Gebilde auf der Sonnenscheibe nicht, als Sonnenfleck klassifiziert zu werden. Die Fluxwerte der blanken Sonne lagen konstant bei 70 Fluxeinheiten und der geomagnetische Index k des Erdmagnetfeldes schwankte nur zwischen Null und Zwei.  Ruhige geomagnetische und atmosphärische Bedingungen führten zu sehr guten Öffnungen der unteren Kurzwellenbänder, nicht nur beim ARRL 160-Meter-Contest. Die nahezu ungestörte Aurorazone bescherte morgens auf 40 Meter super Signale aus dem Pazifik. Gegen 09:00 UTC lag die 3000 km MuF bereits bei 21 MHz. DL8MDW entdeckte im MuF-Monitor des Leibniz Instituts für Atmosphärenphysik (IAP), dass es beispielsweise am späten Abend des 5. Dezembers eine gute Öffnung des 20-Meterbandes gab [1]. Auch auf dem 60-Meterband tauchten laute DX-Stationen auf.

 

Vorhersage bis 17. Dezember 2019

Trotz guter DX-Bedingungen auf den unteren Bändern rückt für das kommende Wochenende das 10-Meterband wegen des ARRL 10-Meter-Contests in unser Blickfeld.

Weder für das 160-Meterband als auch für das 10-Meterband am anderen Ende des Kurzwellenspektrums lassen sich gesicherte Prognosen aufstellen. Meistens geht während eines Contests  mehr als wir erwarten. Bestärkt werden wir durch die zeitgleiche Ankunft des Meteorschauers der Geminiden. Dadurch steigt die Es-Wahrscheinlichkeit. Die relativ hohen Grenzfrequenzen der F2-Schicht könnten zumindest mittags plus/minus drei Stunden für süddeutsche Stationen zu brauchbaren DX-Öffnungen führen. DL2RD analysierte die Verbindungen im „Ausbreitungsmode FT8“. Es fehlen manchmal nur weniger als zwei S-Stufen für reguläre Verbindungen in CW. Die Sonnenaktivität bleibt weiterhin sehr gering. Das Erdmagnetfeld wird, bis auf eine mögliche Störung am 14. Dezember, überwiegend ruhig sein.

Auf 160 Meter sind bis Mitte Februar günstige Grayline-Bedingungen nach raren DX-Gebieten, wie KH6, KL7 oder W6, möglich. Anhand der im Anhang angegebenen Animation kann man sich über die erreichbaren Gebiete einen Überblick verschaffen [2].

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:54; Melbourne/Ostaustralien 18:51; Perth/Westaustralien 21:03; Singapur/Republik Singapur 22:55; Tokio/Japan 21:39;

Honolulu/Hawaii 16:58; Anchorage/Alaska 18:59; Johannesburg/ Südafrika 03:08;

San Francisco/Kalifornien 15:14; Stanley/Falklandinseln 07:33; Berlin/Deutschland 07:05.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:28; San Francisco/Kalifornien 00:51;

Sao Paulo/Brasilien 21:45; Stanley/Falklandinseln 00:07; Honolulu/Hawaii 03:50;

Anchorage/Alaska 00:39; Johannesburg/Südafrika 16:52; Auckland/Neuseeland 07:32; Berlin/Deutschland 14:52.

 

[1]: https://www.ionosonde.iap-kborn.de/actuellz.htm#muf

 

[2]: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/10/XEphem-sunset-animation.gif

 

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