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Sperrfilter für Langwelle


 

Bauanleitung

Peter Kranich, DL6UU


Moderne KW-Transceiver ermöglichen den Empfang bis herunter zu 100 kHz oder tiefer. Im unteren Frequenzbereich sind aber Großsignalverträglichkeit und Eingangs­empfindlichkeit bei einfacheren Empfängern oftmals deutlich herabgesetzt. Der Empfang von vorwiegend schwachen Signalen im Langwellen-Amateurfunkband wird dadurch insbesondere in Regionen, in denen starke kommerzielle Sender einfallen, erheblich beeinträchtigt.

Eine wesentliche Empfangsverbesserung kann bereits mit einer Vorselektion des Antennen­signals mit Hilfe eines speziellen Bandpasssfilters erreicht werden [1]. Besondere Bedeutung als “Störer“ kommt dem Funkrundsteuersender DCF 39 (138,830 kHz) dort zu, wo er mit mehr als S9+30 dB anliegt. Mehrkreisige LC-Filterschaltungen mit Spulen hoher Güte können auch hier den Empfang spürbar verbessern, wenn diese der Forderung nach geringer Einfügungsdämpfung im Empfangsband, einer Störträgerdämpfung von etwa 40 dB und einer ausreichenden Anpassung im Durchlass- bereich genügen. Abstimmbare Bandfilterschaltungen sind hierfür geeignet. Vom Autor wird ein aktiver Preselektor mit zwei 3-Kreisfiltern und zwischengeschaltetem

Verstärker mit Erfolg eingesetzt. Zur Abstimmung werden dabei zwei mechanisch gekoppelte 3-fach Drehkondensatoren verwendet. Als nachteilig wird bei dieser Lösung jedoch die Notwendigkeit der bis zu dreimaligen Nachstimmung bei größerem Frequenzwechsel im Band (Antenne, Preselektor, Empfänger) empfunden. Ein geeigneter Bandpass würde die Abstimmung bei Frequenzwechsel erleichtern. Die bekanntesten Berechnungsverfahren (Butterworth, Chebyshev, Cauer) ergeben bei der hier geforderten relativen Bandbreite von nur etwa 1,5 % für die Induktivitäten Werte, die mit hoher Güte nicht mehr vernünftig anzufertigen sind.

Der Entwickler der Software “KAOS“ (Kettenschaltungs- Analyse- und Optimierungs- System) dimensionierte ein realisierbares Sperrfilter gemäß o.g. Forderungen. Berechnung und Optimierung der Schaltung sind auf seiner Homepage [2] nachzulesen. Die Version 4 von “KAOS“ steht übrigens für den nichtkommerziellen Gebrauch als Freeware zum Download zur Verfügung. Im Abb.1 ist die praktische Schaltung dargestellt, die zweifach aufgebaut wurde.                     

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