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Der Funkwetterbericht vom 13.06.2017, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick: 6. bis 12. 6. 2017

Was wir gegenwärtig im fast Sonnenfleckenminimum auf dem 6-Meterband erleben, ist gewaltig. Die sich täglich weltweit ausbildende sporadische E-Schicht erzeugt die höchsten Grenzfrequenzen überraschenderweise öfter als in der Vergangenheit über Europa /1/. Wenn beispielsweise am 8., am 12. und am 13. Juni um 11 UTC das 6-Meterband gleichzeitig in Richtung Japan als auch zur US-Ostküste und in die Karibik Verbindungen erlaubt, dann muss man bezweifeln dass dieser Ausbreitungsmode  nur mit Multi-Hop Es zu erklären ist.  F2-Ionisierung ist aber im Fast-Sonnenfleckenminimum bei  Fluxwerten von 75 s.f.u  eher unwahrscheinlich. Bekannt ist aber, dass in den Jahren um das  Sonnenfleckenminimum die galaktische kosmische Strahlung größer als sonst ist, weil das schwächere Magnetfeld der Sonne sie weniger ablenkt. Vielleicht liefern diese energiereichen Ionen zusätzliche Ionisierungsenergie /3/.

Der solare Flux lag konstant bei 75 +/-1 Fluxeinheiten, das geomagnetische Feld war bis zum Mittag des 11.6. ruhig. Am späten Nachmittag stieg die Intensität des Sonnenwindes abrupt, so dass der geomagnetische Index k auf 5 stieg. In der positiven Phase gab es anomale Bandöffnungen, DL2RD berichtete von einem QSO mit 3W1T auf 7 MHz um 16 UTC mit ufb Signalen. In der Abklingphase öffnete das 10 Meterband nach Südamerika bis Mitternacht.

 

Vorhersage bis 20.Juni 2017

Ab Freitag erscheinen zwei neue Sonnenflecken am östlichen Sonnenrand. Ob sie aktiv sein werden und den solaren Flux befördern, ist zurzeit nicht absehbar. Die Fluxwerte bleiben voraussichtlich im Bereich um 75 Fluxeinheiten. Ein neues koronales Loch steht  fast in einer geoeffektiven Position, so dass wir nach einer längeren  ruhigen Phase mit etwas mehr geomagnetischen Störungen rechnen müssen. Glücklicherweise können wir weiterhin damit rechnen, dass  wir fast täglich interessante Es-Ausbreitungsbedingungen vorfinden, die zumindest die Bänder 28 MHz und 50 MHz enorm beleben.

Es gibt erste Anzeichen dafür, dass auch 70 MHz und 144 MHz davon profitieren. DF2ZC berichtete über starke  Iono-Scatter-Ausbreitung am 10. und 11.Juni. /2/.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX,

jeweils in UTC

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:30;

Melbourne/Ostaustralien 21:32; Perth/Westaustralien 23:13;

Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 19:24;

Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:19;

Johannesburg/ Südafrika   04:52; San Francisco/Kalifornien

12:47; Stanley/Falklandinseln 12:02; Berlin/Deutschland

02:43.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:27; San

Francisco/Kalifornien: 03:32 ; Sao Paulo/Brasilien 20:27;

Stanley/Falklandinseln 19:52; Honolulu/Hawaii 05:13;

Anchorage/Alaska 07:34; Johannesburg/Südafrika 15:23;

Auckland/Neuseeland 05:10; Berlin/Deutschland 19:29

 

 

/1/: https://www.dxmaps.com/mufmap.html

/2/: http://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/Ionoscatter1706.html

/3/: https://www.nasa.gov/pdf/284273main_Radiation_HS_Mod1.pdf

 

 

 

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