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Der Funkwetterbericht vom 21. August 2018, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick: 14.  bis 20. August 2018

Der solare Flux lag  unter 70 Fluxeinheiten, obwohl im Berichtszeitraum immer ein Sonnenfleck  präsent war. Die Ablösung eines Filamentes aus der Sonnenkorona am 19. August war nicht geoeffektiv und bewirkte deshalb keinen Energieschub für die Ionosphäre.  Die Kurzwellenausbreitung war wieder nur von der ständig wechselnden Intensität des Sonnenwindes abhängig. Dieser wehte mit Geschwindigkeiten zwischen 285 und 694 Kilometer pro Sekunde. Wir bemerkten es am Fading. Auf 40 und 30 Meter schwankten die Signale manchmal über vier S-Stufen während einer Funkverbindung.

Immer dann, wenn der Sonnenwind die Bz-Vektorkomponente des interplanetaren Magnetfeldes (IMF) zu höheren negativen Werten hin auszulenken begann, gab es gute DX-Bedingungen auf den unteren Bändern. Das war beispielsweise am Abend des 20. August der Fall.

Die oberen Bänder profitierten etwas von der sporadischen E-Schicht. Insgesamt waren die DX-Bedingungen auf den Bändern über 10 MHz schlechter als in der Vorwoche. Die unteren Bänder öffneten gut in den Dämmerungsstunden. Auf 160 Meter konnte man am 20. August  Stationen aus Asien arbeiten.

 

Vorhersage bis 28. August 2018

Die Sonnenaktivität ist unverändert ruhig. Die Fluxwerte bleiben voraussichtlich unter 70 solaren Fluxeinheiten. Das koronale Loch CH881 beeinflusst bis zum 25. August unser Funkwetter, indem das geomagnetische Feld zwischen ruhig (Geomagnetischer Index k=1) und aktiv (k zwischen 3 und 4) schwankt. Die Zeiten mit guten Ausbreitungsbedingungen findet man durch Aktivität auf den Bändern und durch Abhören der Baken /1/. Die DX-Bedingungen auf den Bändern 160 bis 30 Meter werden durch die länger währenden Dämmerungszeiten immer günstiger.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX,

jeweils in UTC

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:57;

Melbourne/Ostaustralien 20:58; Perth/Westaustralien 22:47;

Singapur/Republik Singapur 23:03; Tokio/Japan 20:03;

Honolulu/Hawaii 16:11; Anchorage/Alaska 14:20;

Johannesburg/ Südafrika   04:31; San Francisco/Kalifornien

13:30; Stanley/Falklandinseln 10:58; Berlin/Deutschland: 03:58.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:45; San

Francisco/Kalifornien: 02:55; Sao Paulo/Brasilien 20:52;

Stanley/Falklandinseln 21:03; Honolulu/Hawaii 04:56;

Anchorage/Alaska 05:37; Johannesburg/Südafrika 15:50;

Auckland/Neuseeland 05:51; Berlin/Deutschland 18:20.

 

/1/: http://www.ncdxf.org/beacon/index.html

/2/: https://www.meteoros.de/themen/polarlicht/vorhersage/imf/

 

 

Zur Bz-Komponente des Interplanetaren Magnetfeldes IMF /2/:

Der Bz-Wert gibt an, ob die Feldlinien des IMF entgegen oder mit den Feldlinien der Erde verlaufen. Je stärker das IMF nach Süden ausgerichtet ist, also je niedriger oder negativer der Wert von Bz ist, desto besser können die solaren mit den irdischen Magnetfeldlinien in Wechselwirkung treten und desto leichter können Teilchen des Sonnenwindes zur irdischen Atmosphäre vordringen und diese stören.

 

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