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Der Funkwetterbericht vom 10. Dezember 2018, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick: 4. bis 9. Dezember 2018

Dass die Sonne unverändert sehr ruhig war, zeigen die Messwerte des solaren Fluxes die zwischen 69 und 71 Fluxeinheiten lagen. Die einzige Region 2729 emittierte ein paar B-Flares bevor sie über den westlichen Sonnenrand verschwand. Das große koronale Loch CH 898 sorgte für intensiven Sonnenwind der mit Geschwindigkeiten zwischen 350 und 650 Kilometer pro Sekunde wehte. Folglich hatten wir ein ziemlich unruhiges geomagnetisches Feld mit k-Werten bis zu 4. Nur ab und zu gab es zwischendurch kurze ruhigere Phasen. An einigen Tagen war das 20-Meterband gut offen. Morgens zwischen 7:00 und 9:00 UTC waren Japan und Südostasien  erreichbar. Die Signale waren oftmals mit Echos behaftet. Selbst Tests mit 5 Watt (KX3)  gelangen. Morgens waren karibische Stationen auf 80 Meter bis 8:30 UTC zu arbeiten, auf 40 Meter bis nach 9:30 UTC. Es herrscht eben Winter in der nördlichen Ionosphäre. Zwischen dem 6. und 17. Dezember befindet sich die Erde im Meteorstrom der Geminiden. Die eisenhaltigen Sternschnuppen begünstigen oftmals die Ausbildung sporadischer E-Schichtwolken. Zum ARRL 10-Metercontest am vergangenen Wochenende waren einige Stationen über Short-Skip Ausbreitung zu arbeiten, wie D4, G und OY. Laute DX-Signale waren nur aus südlichen Richtungen zu hören, beispielsweise aus Namibia.

 

Vorhersage bis 18. Dezember 2018

An der sehr geringen Sonnenaktivität ändert sich wohl nichts. Die Fluxwerte bleiben bei etwa 70 Fluxeinheiten. Das gestörte Erdmagnetfeld soll sich am 11. Dezember beruhigen und danach ruhig bleiben. Das begünstigt die Ausbreitungsbedingungen auf 160 und 80 Meter zumal das atmosphärische Störpotenzial auch gering ist.

 

Über den Zeitpunkt des Sonnenfleckenminimums zwischen dem 24. und 25. Zyklus gibt es nach derzeitigem Erkenntnisstand noch keine gesicherte Aussage. Beim Belgischen Königlichen Observatorium Brüssel werden seit langem die Sonnenfleckenzahlen nach zwei Methoden vorhergesagt. Während nach der „Standardmethode“ das Minimum wahrscheinlich erst im Herbst 2019 sein wird, kommt die „Kombinierte Methode“ zur Aussage, dass wir uns jetzt zum Jahreswechsel bereits im Minimum befinden [1]. Lassen wir uns überraschen, ob die Sonnaktivität im neuen Jahr wieder langsam steigt oder weiter fällt.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 16:55;

Melbourne/Ostaustralien 18:51; Perth/Westaustralien 21:03;

Singapur/Republik Singapur 22:56; Tokio/Japan 21:39;

Honolulu/Hawaii 16:58; Anchorage/Alaska 19:00;

Johannesburg/ Südafrika 03:08; San Francisco/Kalifornien

15:15; Stanley/Falklandinseln 07:32; Berlin/Deutschland: 07:06.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:28; San

Francisco/Kalifornien: 00:51; Sao Paulo/Brasilien 21:46;

Stanley/Falklandinseln 00:08; Honolulu/Hawaii 03:50;

Anchorage/Alaska 00:39; Johannesburg/Südafrika 16:53;

Auckland/Neuseeland 07:23; Berlin/Deutschland 14:52..

 

[1]: http://www.sidc.be/silso/predisccm

 

 

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