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Bericht vom Weihnachts-OV-Abend am 19.12.2018

 


 

 

Zum Weihnachts-OV-Abend kamen 22 OM und YL in das weihnachtlich geschmückte Sportheim Radeberg. Es standen zwei sehr interessante Vorträge auf dem Programm. Zunächst musste Werner den Abend retten und schnell von zu Hause ein Kabel für Beamer und Laptop holen. Alle Kabel des Sportheims waren für die Weihnachtsdekoration benötigt worden. Wolfgang Luther DL6LUW, Michael Bennewitz DL1DWY und Arno Damian DB3UN wurden vom DARC für 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einer Ehrennadel ausgezeichnet. Wolfgang wurde die Urkunde zu Beginn des OV-Abends überreicht. Die beiden anderen OM erhalten sie per Post.

 

 

Frank Dziock DD4WH hatte sich die kleine Hufeisennase Hufi als Thema gewählt. Diese Fledermausart hatte beim Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke für viele Diskussionen gesorgt und Hufi ist hiezulande auf diese Weise das Maskottchen des Fledermausschutzes geworden. Da der Bestand dieser Fledermausart vom Aussterben bedroht ist, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen in ihrem Verbreitungsgebiet notwendig. Dazu gehört vor allem das Dresdner Elbtal und damit auch die Waldschlößchenbrücke. Damit Hufi im schnellem Flug entlang der Elbe die Brücke ohne Kollision mit Autos kreuzen kann, müssen die KFZ ihr Tempo auf 30 reduzieren. Das "Radar" der kleinen Fledermaus arbeitet mit der für Fledermäuse sehr hohen Frequenz von 105 kHz und wird damit durch die Luft stark bedämpft, so dass ihr Ortungsbereich auf etwa 5m eingeschränkt ist. Schnell fahrenden Fahrzeugen kann das Tier dann nicht mehr ausweichen. Die begrenzte Reichweite des Sonars ist auch dafür verantwortlich, dass Hufi im Flug schwer zu beobachten ist. Das Netz der Detektoren müsste schon sehr dicht sein um Hufi vor das Mikrofon zu bekommen. Frank konnte einige mit Fledermausdetektoren aufgenommene Sequenzen zu Gehör bringen. Fotos aus dem elbnahen Winterquartier und viele Details aus dem Jahreslauf der Fledermaus waren für die Zuhörer neu und interessant. Dem Vortrag folgten viele Fragen. Frank hat sicher bei den meisten die Symphatie für Hufi geweckt. Ich werde jedenfalls jetzt auch nach dem Blitzer, wenn der nach der Winterruhe der Fledermäuse von "50" wieder auf "30" schaltet die "30" Hufi zuliebe bis zum Brückenende beibehalten.

 

 

 

Matthias Buchwald DL3VCO konnte an Franks Vortrag nach dem Abendessen anknüpfen. Er hatte mit seiner YL Botswana und dort Schutzgebiete u.a. im Okawango-Delta und der Kalahari besucht. Botswana ist wohl das Land, in dem die besten Möglichkeiten zur Beobachtung der afrikanischen Tierwelt bestehen. Matthias hatte u.a. Fotos von Flußpferden, Krokodilen, Meerkatzen, Antilopen und Gnus, sowie von Leoparden, Löwen und Elefanten mitgebracht. Die Reise durch die Schutzgebiete per Boot und Jeep und die Übernachtung in nicht eingegrenzten komfortablen Zelthäusern bringt die Tierwelt hautnah. Die Tiere scheinen sich an die Touristen gewöhnt zu haben, respektvolle Distanz ist aber allemal angebracht. Für das konfliktfreie Miteinander von Touristen und Tieren sorgen Ranger, von denen mehrere die kleinen Touristengruppen begleiten und die zu besuchende Orte und ihre Tiere genau kennen. Sie vermitteln auch Kontakte zur einheimischen Bevölkerung, ihrer Lebenseweise in dem trockenen und niederschlagsarmen Gebiet, ihrer Kultur und ihrem Alltag. Botswana war niemals Kolonie sondern lange Zeit britisches Protektorat. Es steht hinsichlich Verwaltung, Schulsystem und Versorgung der Bevölkerung besser da, als viele andere Länder der Region. Zum Programm gehörte auch der Besuch eines schulvorbereitenden Kindergartens in dem Matthias und Frau von den Kindern schnell in Beschlag genommen wurden.

 

 

 

Mit diesem Vortrag klang der OV-Abend aus und alle veanbschiedeten sich mit besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und eingesundes neues Jahr.

 

Matthias DD7NT

 

 

 

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