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Der Funkwetterbericht vom 21. April 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick  14. bis 20. April 2020

Im langen Tal des Sonnenfleckenminimums  sahen wir auch im April keinen Anstieg des 25. Elfjahreszyklus am Horizont. Der letzte Sonnenfleck verschwand am 5. April. Die Fluxwerte verharrten bei 68 Fluxeinheiten. Das geomagnetische Feld war bis zum frühen 15. April leicht gestört. Seit dem 16. April  gab es täglich Zeitabschnitte, in denen der geomagnetische Index k = Null betrug. Die Geschwindigkeit des Sonnenwindes lag teilweise bei nur 275 Kilometern pro Sekunde. Normal weht er mit etwa 400 km pro Sekunde. Doch das war trügerisch. Ein koronaler Masseauswurf (CME) am 15. April verursachte eine langsam fliegende Teilchenwolke, die die Erde am Vormittag des 20. Aprils erreichte. Der k-Index stieg zwischen 9 UTC und 15 UTC auf Fünf. Aus den Ionogrammen ist ersichtlich, dass zwischen 10:15 UTC und  11:30 Uhr ein Mögel-Dellinger-Effekt die Kurzwellenausbreitung behinderte [1]. Die geomagnetische Flaute zuvor und möglicherweise eine durch die dichte Teilchenwolke der CME verursachte positive Phase  führten zu spürbar angehobenen Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern unter 14 MHz. Vier Stunden vor unserem Sonnenuntergang hörte  man auf 40 Meter laute Signale aus Neuseeland und auf 30 Meter aus Indien. Abends öffnete das 80-Meterband nach Nordamerika noch vor dem dortigen Sonnenuntergang. Der Meteorstrom der Lyriden sorgte für gute MS-Verbindungen und für etwas Es auf den Bändern 10 und 6 Meter.

 

Vorhersage bis 28. April 2020

Die Sonne wird  wahrscheinlich bis Monatsende fleckenfrei bleiben. Das koronale Loch CH961 hat den Meridian der Sonne erreicht. Von den Rändern des CH961 strömender Sonnenwind wird etwa am 25. April zu  Störungen des Erdmagnetfeldes führen. Der Index k kann kurzzeitig den Wert Vier erreichen. Nachdem am 22. April die CME-bedingte Störung abgeklungen sein wird, erwarten wir ein überwiegend ungestörtes geomagnetisches Feld. Die Kurzwellenbänder unterhalb von 14 MHz profitieren trotz der kurzen Nächte von der niedrigen Dämpfung auf allen Nachtlinien. Tagsüber sind 20 und 17 Meter brauchbar, wobei die DX-Signale wegen der niedrigen Ionisation oft leise sind. Die vier oberen Bänder zeigen hin und wieder short-skip Öffnungen.

 

Es folgen nun die  Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:51;

Melbourne/Ostaustralien 20:52; Perth/Westaustralien 22:41;

Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 20:00

Honolulu/Hawaii 16:06; Anchorage/Alaska 14:14;

Johannesburg/ Südafrika 04:26; San Francisco/Kalifornien

13:25; Stanley/Falklandinseln 10:53; Berlin/Deutschland 03:54.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:42; San

Francisco/Kalifornien: 02:52; Sao Paulo/Brasilien 20:46;

Stanley/Falklandinseln 20:57; Honolulu/Hawaii 04:53;

Anchorage/Alaska 05:37; Johannesburg/Südafrika 15:45;

Auckland/Neuseeland 05:46; Berlin/Deutschland 18:16.

 

[1]: http://digisonda.ufa.cas.cz/

 

 

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