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Der Funkwetterbericht vom 11. August 2020, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

 

Rückblick 4. bis 10. August 2020

In den ersten sieben Monaten seit dem Sonnenfleckenminimum war die Ionosphäre nahezu unverändert bei Fluxwerten meist unter 70 Einheiten. Seit dem 21.Juli stieg mit dem Erscheinen dreier Sonnenflecken der solare Flux auf bis zu 75 Fluxeinheiten. Dieser geringe Anstieg öffnete zumindest  die DX-Wege auf allen Kurzwellenbändern einschließlich 10 Meter. Am 8. August emittierte die Region 2770 einen C1-Flare, den ersten seit dem 29. Mai. Im WAE-Contest mit guter Beteiligung weltweit herrschten bei Fluxwerten von knapp 75 Fluxeinheiten und ruhigem Erdmagnetfeld sehr gute Ausbreitungsbedingungen auf 80, 40 und 20 Meter.  Das 20-Meterband war durchgehend selbst über die Polarzonen offen.

80 und 40 Meter profitierten von ruhigen atmosphärischen Verhältnissen und sehr ruhigem Erdmagnetfeld. Sie waren noch vor und nach den Dämmerungszeiten DX-tauglich. 15 Meter öffnete am Sonnabend mit leisen Signalen nach Japan und Nordamerika. Am Sonntag war das geomagnetische Feld ganz ruhig mit K=0 und man konnte auch auf 10 Meter ein paar Nordamerikaner erreichen. Hoffen wir, dass sich dieser für uns erfreuliche Trend fortsetzt. Die sporadische E-Schicht gab es  noch täglich, aber sie bildete sich seltener intensiv aus.

Überraschungsgast auf 6 Meter war Rene,  SV5/DL2JRM. Der Ursprungskomet der Perseiden, P/Swift-Tuttle, sorgte mit seiner Gefolgschaft für schöne Pings und Bursts zur Freude der Meteorscatterfans.

 

Vorhersage bis 18. August 2020

Der Sonnenfleck 2770 bleibt noch ein paar Tage präsent. Möglicherweise teilt er sich [1]. Er ist ein Kandidat für weitere C-Flares. Wir erwarten Fluxwerte über 70 Fluxeinheiten und ein überwiegend ruhiges geomagnetisches Feld zumal keine koronalen Löcher erkennbar sind. Die höchsten F2-Grenzfrequenzen für eine Sprungdistanz von 3000 km treten morgens gegen 8:00 UTC und den ganzen Abend über nach 18:00 UTC auf.

Bei ruhigen atmosphärischen Bedingungen bestehen nachts gute DX-Bedingungen auf 40 und 30 Meter, kurz vor Sonnaufgang auch auf 80 und manchmal 160 Meter. Das 20- Meterband ist bis kurz nach Mitternacht offen. In der zweiten Nachthälfte rutscht die F2-Grenzfrequenz für 3000 km-Sprungdistanz auf etwa 11 MHz ab.

 

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:08;

Melbourne/Ostaustralien 21:09; Perth/Westaustralien 22:56;

Singapur/Republik Singapur 23:04; Tokio/Japan 19:56;

Honolulu/Hawaii 16:08; Anchorage/Alaska 13:57;

Johannesburg/Südafrika 04:39; San Francisco/Kalifornien

13:22; Stanley/Falklandinseln 11:16; Berlin/Deutschland 03:43.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:58; San

Francisco/Kalifornien 03:06; Sao Paulo/Brasilien 20:48;

Stanley/Falklandinseln 20:49; Honolulu/Hawaii 05:03;

Anchorage/Alaska 06:04; Johannesburg/Südafrika 15:46;

Auckland/Neuseeland 05:43; Berlin/Deutschland 18:38.

 

 

[1]: https://www.spaceweather.com/?lang=mi

 

 

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