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Der Funkwetterbericht vom 06. Oktober 2020, erstellt von Christian Reiber, DL8MDW

 

Rückblick 29. September bis 5. Oktober 2020

 

Der Magnetsturm von Anfang letzter Woche legte sich recht schnell. Zwar blieb die Geschwindigkeit des Sonnenwinds noch hoch, aber das in ihm gefangene Magnetfeld war kaum noch südwärts gerichtet. Nur dann werden die geladenen Teilchen des Sonnenwinds vom Erdmagnetfeld eingefangen und können mit diesem wechselwirken. Am Donnerstag war das Erdmagnetfeld bereits nur noch unruhig, ab dem Wochenende dann wieder ruhig.

Auf der Sonne waren keine Flecken zu sehen, der solare Flux ging daher langsam zurück bis auf 71 Einheiten.

Verbindungen auf polaren Pfaden, also solche, die teilweise jenseits des 60. Breitengrads verlaufen, waren wegen des Magnetsturms noch bis zum Wochenende gestört. Alle anderen Richtungen öffneten normal, so waren auf 20 Meter Südasien, Afrika, Süd- und Zentralamerika sowie der Ostteil der USA erreichbar.

 

Vorhersage bis 13. Oktober 2020

 

Die höchste nutzbare Frequenz steigt an und liegt inzwischen mittags meist über 20 MHz. Die Ionosphäre stellt also langsam auf Winterbedingungen um, denn die MUF liegt im Winter üblicherweise höher als im Sommer. Davon profitiert vor allem das 15-Meter-Band, das vor allem am Tagesrand mehr DX bietet. Aber auch 12 und 10 Meter sind durchaus für kurze Öffnungen gut, dann bevorzugt in Richtung Südwest bis Südost.

Von der Sonne sind keine Neuigkeiten zu erwarten, nachdem die einzige sichtbare aktive Region inzwischen aus dem Sichtfeld gewandert ist. Der solare Flux dürfte eng um 70 Einheiten pendeln und dort auch noch etwas länger verweilen.

Im Erdmagnetfeld wird es weitgehend ruhig zugehen. Die polaren Pfade sind somit wieder voll nutzbar, und auf den unteren Bändern bestehen gute DX-Chancen.

Eine japanische Forschergruppe hat ein neues Verfahren entwickelt, um sehr starke solare Flares mit bis zu 20 Stunden Vorlauf vorherzusagen [1]. Dabei werden die Magnetfeldlinien untersucht und deren weiteres Verhalten hochgerechnet. Auch wenn solare Flares im Moment definitiv nicht auf der Tagesordnung stehen, ist es eine bemerkenswerte Entwicklung, weil erstmals Messdaten zur Verfügung stehen, die den Auslöser eines Flares zeigen, nämlich eine plötzliche Umorientierung der Magnetfeldlinien im Bereich der aktiven Region.

 

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

 

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:49;

Melbourne/Ostaustralien 19:47; Perth/Westaustralien 21:47;

Singapur/Republik Singapur 22:49; Tokio/Japan 20:39;

Honolulu/Hawaii 16:24; Anchorage/Alaska 16:18;

Johannesburg/Südafrika 03:41; San Francisco/Kalifornien

14:11; Stanley/Falklandinseln 09:11; Berlin/Deutschland 05:17.

 

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:28; San

Francisco/Kalifornien 01:44; Sao Paulo/Brasilien 21:07;

Stanley/Falklandinseln 22:19; Honolulu/Hawaii 04:13;

Anchorage/Alaska 03:09; Johannesburg/Südafrika 16:10;

Auckland/Neuseeland 06:29; Berlin/Deutschland 16:30.

 

 

[1]: http://en.nagoya-u.ac.jp/research/activities/news/2020/08/research-team-develops-the-first-physics-based-method-for-predicting-large-solar-flares.html

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