WSJT-X-improved-comfort

oder

Es gibt nichts, was man nicht noch verbessern kann!

Meine WSJT-X_improved-comfort-Version basiert auf der ‚WSJT-X-3.1.0-improved-PLUS‘-Version von Uwe, DG2YCB. Ohne Uwes Arbeit gäbe es  keine ‚comfort‘-Version! Uwe Sourceforge-Seite [1] enthält noch andere Versionen/Bedienoberflächen und auch Versionen für andere Betriebssystem.

Die comfort-Version gibt es (momentan) ausschließlich für  WIN-64 und nur für die PLUS-Bedienoberfläche. Die Beschreibung für meine Version kann man in die Abschnitte ‚Allgemeine Bedienung‘, ‚Logverwaltung‘ und ‚Transceiversteuerung und Anzeige‘ unterteilen.

Allgemeine Bedienung

Beim dem ersten Blick aufs Bedienfeld unterscheidet sich die comfort-Variante kaum vom Original:

In der Titelzeile sieht man sowohl den vollen Programnamen als auch das aktuelle Log.

Der Buttonleiste unterhalb der Bandbutton sind ein Button ‚DX Call only‘ und der Antennenumschalter als neue Bedienelemente hinzugefügt wurden. Deren Funktionen werden weiter unten erläutert.

In der Originalversion kann man die QRG ändern, in dem man mit der linken Maustaste (- 1kHz) oder mit rechten Maustaste (+ 1 kHz) in das QRG-Anzeigefeld klickt. Das Mausrad nach oben/unten ändert die QRG in der selben Schrittweite.

Bei der Comfort-Version ist die Schrittweite des Mausrades auf  +/- 100 Hz verringert wurden, so das eine Art „Feinabstimmung“  möglich ist.

Ein Anzeigefilter, welcher nur die QSO anzeigt, in dem das Call der DX-Station enthalten ist — und zwar egal ob als erstes oder zweites Rufzeichen –ist im Pile-Up sehr hilfreich . So kann man erst mal in Ruhe beobachten, auf welcher QRG die DX-Station gerade antwortet  und seinen eigenen Ruf entsprechend plazieren. Das hat mir, obwohl ich als Antenne nur eine R7 habe, so manches DX-Call  ins Log gebracht.

Der Button ‚DX Call only‘ realisiert so einen Anzeigefilter fürs PileUp ! Wenn das Feld „DX Call“ leer ist,lässt sich der Button nicht aktivieren.

Logverwaltung

Eine Logdatei mit festem Namen und festen Dateipfad (im Benutzerordner stehend) kann die Zusammenarbeit mit anderen Amateurfunkprogrammen erschweren, weil es evt. Probleme mit Schreibrechten gibt oder der Benutzerordner von anderen Programmen nicht korrekt angezeigt wird. Durch die Möglichkeit des freien Dateinamens und Speicheorts kann das Log z.B. auch im heimischen LAN auf einer NAS liegen und von allen Teilnehmern im LAN erreicht werden. In diesem Fall wäre sogar ein Remote-Zugriff möglich.
Der Name & Pfad der Logdatei muss unter ‚Settings->General–‚ eingetragen werden und wird in der Titelzeile des Programms mit angezeigt.

Wird kein Logfile eingetragen, kommt beim Programmstart eine Fehlermeldung, das der Logfile nicht gescannt werden kann. Zugleich öffnet sich ‚Settings->General–‚ -> damit man einen Logfile festlegen kann.

Wer sich beim Original-Programm das Logfenster vorm Loggen anzeigen lässt, wird feststellen, das es nirgends eine Möglichkeit gibt, einen QSL-Manager einzutragen. In der comfort-Version gibt es das Eingabefeld (nach dem Label ‚Via‘). Manager werden nicht an die Online-Logs übermittelt, da es sonst teilweise zu Problemen mit der Record-Länge kommt und das QSO nicht in das Online-Log übertragen wird.

Transceiver-Steuerung und Anzeige

Meine eigene Station Remote bedienen zu können ist schon länger auf meiner Wunschliste. Egal ob aus dem Urlaub, dem Enkel-QTH oder einfach unterm Sonnenschirm aus dem Hausgarten. Schnell ein paar QSO fahren zu können, wenn mal fürs Hobby ein „Zeit-Slot“ vorhanden ist, wäre super.

Bei meinem betagten IC-7700 bin ich für den Remote-Betrieb auf die RS-BA1-Bediensoftware (Icom) angewiesen. Dieses Softwarepaket besteht aus dem „Icom Remote Utility“ (dem LAN-Treiber) , und der Software „RS-BA1 Remote Control Ver2“ (dem Bedienprogramm für den TRX). Leider stellt der LAN-Treiber nur eine EINE virtuelle COM zur Verfügung. Damit kann entweder die Bediensoftware ODER das Digimode-Programm mit dem TRX „reden“, aber nicht beide gleichzeitig. Damit beide Programme zum gleichen Zeitpunkt mit der CAT arbeiten können, wären zwei COM’s erforderlich. Die sich im Netz befindlichen Com-Splitter haben alle jämmerlich versagt.

Daher habe ich mich entschlossen, für meine Remote-Konfiguration auf die Bediensoftware zu verzichten. Also musste meine comfort-Version ein paar grundlegende Bedien- und Anzeigefunktionen mit übernehmen. Momentan ist das leider nur für TRX möglich, die in der Hamlib-Bibliothek enthalten sind. Das ist aber die übergroße Anzahl Transceiver.

Neue Funktionen

Um niemand zu seinem „Glück“ zu zwingen, kann man die neuen Funktionen benutzen, muss sie aber nicht. Sie können unter ‚Settings -> Radio‘ konfiguriert werden.

  • Möglichkeit, die TRX-Antennen umzuschalten (wenn der TRX mehrere hat)
  • ALC-Anzeige als Bargraph mit einstellbarer Warnschwelle
  • Sendeleistung als Bargraph mit wechselnder Farbe, sobald die ALC-Warnschwelle überschritten wird.
  • Möglicheit, die zuletzt verwendete Antenne beim Programmstart aus den Settings zu laden
  • Möglichkeit, für alle Bänder die selbe Antenne festzulegen

Die neuen Funktionen wurden in der Gruppenbox ‚Rig Data Exchange‘ zusammengefasst:

‚Last ant. from Settings‘

‚Antenna switch over‘

‚Same antenna every band‘

‚Max. number of antenna‘

‚Alc warnlevel‘

‚TX max power‘

Programmstart mit zuletzt verwendeter Antenne

Freigabe Antennenumschaltung

Auf jedem Band die selbe Antenne

Maximale Anzahl der Antennenausgänge des TRX

wird ‚ALC warnlevel‘ überschritten, wird der Power-Bargraph rot

Leistung, die der TRX maximal kann

Wenn beim TRX die ALC-Anzeige (Automatic Level Control) beginnt, ist das ein Zeichen, das der TRX NF-mäßig übersteuert wird. Ab diesem Moment nimmt die Leistung trotz höherer Ansteuerung nur noch sehr wenig zu, aber das Signal wird deutlich schlechter. Im Wasserfall sieht man so ein Signal als breites, ausgefranstes Band, das sich im Extremfall nur schlecht oder gar nicht decodieren lässt. Im Interesse der eigenen Signalqualität sollte ‚ALC‘ möglichst Null oder zumindest sehr klein sein.

Im linken Bild liegt Übersteuerung vor (roter Leistungsbalken), im rechten ist korrekt angesteuert. Den Unterschied von 5W merkt man im QSO nicht, aber die Signalqualität sieht man sicher.

Da sowohl ausführbares Programm als auch Quellcode für die momentane Konfiguration dieser Homepage zu groß sind, habe ich die Dateien auf ‚Sourceforge.net‘ hochgeladen. Der Klick auf einen der Links öffnet in einem neuen Tab Sourceforge und der Download startet nach 5 sek. automatisch.

Quellcode

https://sourceforge.net/projects/wsjt-x-3-1-0-improved-comfort/files/Source/wsjtx.zip/download

Selbstentpackende EXE für Win-64

https://sourceforge.net/projects/wsjt-x-3-1-0-improved-comfort/files/Executable/wsjtx-3.1.0-win64.exe/download

Original von Uwe, DG2YCB

[1] https://sourceforge.net/projects/wsjt-x-improv

Für Anregungen, aber auch Wünsche und Fragen bin ich per Mail dl3vco@gmx.de erreichbar.

73 de Matthias, DL3VCO

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