Digitale Sprachübertragung

C4FM und DMR

von Gerd, DO1FEH

C4FM ist ein digitaler Übertragungsstandard von Yaesu und er erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da es einfacher zu nutzen ist als DMR. DMR stammt aus dem kommerziellen Betriebsfunk und ist komplizierter einzurichten. Hier ist der Link zu einer Kurzanleitung für DMR+.

C4FM mit YAESU FTM-400D
BlueDV mit Stick AMBE3000
BM mit RETEVIS RT3S

Im Großraum Dresden werden beide Übertragungsstandards für Funkamateure auf dem Digital-Sprachrelais DBØTUD auf 430.700 MHz angeboten. Wenn das Funkgerät C4FM beherrscht und nicht sofort eine Verbindungsaufnahme funktioniert, arbeitet das Relais eventuell gerade im DMR-Modus. Bei C4FM werden das Rufzeichen und evtl. die GPS-Koordinaten im Funkgerät hinterlegt und mit übermittelt. Im DW- oder Daten-FR-Modus Modus werden Daten, z.B. Textnachrichten oder Bilder, mit der gesamten verfügbaren Bandbreite übertragen, was einer theoretischen Übertragungsgeschwindigkeit von 9600 Baud entspricht. Eine gute Anleitung ist auf der Internetseite von DG4DSL zu finden.

Bei DMR wird eine User-ID benötigt, diese ist an das Rufzeichen gebunden und wird weltweit nur einmal vergeben. Die Registrierung ist kostenlos und die 7-Stellige ID-Nummer wird per Code-Plug im Funkgerät oder in der Software eines Computers eingefügt. Für die digitale Sprachübertragung über das Internet mit Computern oder für eigene „Minirepeater“ ist spezielle Hardware erforderlich, damit können dann auch mehrere unterschiedliche Übertragungsstandards genutzt werden.

Ein wesentlicher Vorteil der relativ neuen Übertragungsstandards ist die geringe Bandbreite, die auch für zwei QSOs bzw. mit zusätzlicher Übertragung von Daten durch spezielle Filter für den Sprachumfang möglich ist. Auch für geringe Signalstärken und bei Störungen sind hohe Reichweiten mit geringer Leistung durch digitale Korrekturverfahren gegeben.

Durch die Verknüpfung mit Datenbanken und Übermittlung von GPS-Daten können im Display des jeweiligen Funkgerätes Rufzeichen, Vornamen, Richtungs- und Entfernungsangaben angezeigt werden. Auf speziellen Dashboards sind im Internetbrowser auch weitere Verbindungsdaten in Tabellenform sichtbar. Zu APRS können neben der digitalen Sprachübertragung auch Kurznachrichten übermittelt werden und das ist für Notfunk geeignet.

Mehr zu diesem Thema kann bei Interesse einen OV-Abend füllen…

Gerd, DO1FEH

Computer sind für mich kein Problem, ich arbeite mit W10 und Linux, gern wird mit mehreren RPi gebastelt, ich nutze u.a. C4FM, DMR (BM 2622931), FT8, VarAC und im LoRaWAN.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lothar Grahle

    Das ist ein sehr interessanter Beitrag. „Ein wesentlicher Vorteil der relativ neuen Übertragungsstandards ist die geringe Bandbreite…“. Von welcher Bandbreite ist hier die Rede?
    73 Lothar

    1. Gerd Fehre

      Die geringste Verzerrung der Sprache ergibt sich bei dem C4FM-System mit einer Bandbreite von 12,5 KHz im Betriebsmodus VW. Das C4FM-Verfahren arbeitet mit einer Datenübertragungsrate von 9,6 Kilobit pro Sekunde. Für die digitale Übertragung von Sprechfunk wird die vom Mikrofon empfangene analoge Frequenz durch eine Software (Vocoder) digitalisiert. Bei der digitalen Übertragung von Sprach-Modulation wird immer eine Kompression der Sprache angewendet.
      Eine Kompression ist mit einem Verlust an Qualität verbunden, da die Bandbreite der Sprache verringert wird. Die „Wikipedianer“ wissen da auch schon etwas… https://de.wikipedia.org/wiki/C4FM
      73 Gerd

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